Klimawandel gefährdet Kaiserpinguine

Wenn die Erderwärmung mit derzeitigem Tempo voranschreitet, könnten Kaiserpinguine bis zum Ende

Wenn es die Menschheit noch schafft, die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen und den Temperaturanstieg der Erde auf 1,5°C oder 2°C über dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen, dann können die Kaiserpinguine überleben. Sollte die Temperatur mehr ansteigen, ist die Tierart mit ziemlicher Sicherheit zum Scheitern verurteilt. Zu diesem Schluss kam das Team um Vogelexpertin Stephanie Jenouvrier von der Woods Hole Oceanographic Institution (WHOI). Bis 2100 könnte die Kaiserpinguin Population um 86 Prozent abnehmen – der Punkt, an dem die Anzahl Erwachsener nicht mehr ausreichend ist, um den Fortbestand der Art zu sichern.

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Detaillierter Blick unter das Antarktis-Eis

Diese Abbildung zeigt die Konturen des Felsuntergrundes und der Eisströme unter dem Eisschild der

Bisher existierten nur recht grobe Vorstellungen davon, wie der Untergrund unter dem oft kilometerdicken Eispanzer der Antarktis aussieht. Doch jetzt haben zwei internationale Wissenschaftler-Gruppen unabhängig voneinander ein detailliertes Bild davon gezeichnet, was sich unter dem Eis verbirgt: Dabei hatten die Forscher des Projekts „BedMachine-Antarctica“ um Mathieu Morlighem von der University of California in Irvine die Topographie im Blick, also die Landoberfläche mit ihren Höhen, Tiefen und Unregelmäßigkeiten. Dagegen hatten Wissenschaftler der Universitäten Kiel und Delft, Niederlande, sowie des British Antarctic Survey die tiefe Kruste und den oberen Erdmantel unter dem vereisten Kontinent im Visier.

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Erfolgreich Gemüse am Südpol gezüchtet

EDEN-ISS-Gewächshaus unter Polarlichtern

Wer in Wüsten und kalten Regionen Nahrungsmittel produzieren kann, dem sollte das auch unter den lebensfeindlichen Bedingungen zukünftiger Raumfahrtmissionen zum Mond oder Mars gelingen. Das jedenfalls ist die Erwartung der Forscher eines Projekts mit dem beziehungsreichen Namen EDEN-ISS – ISS ist auch das Kürzel für die Internationale Raumstation. Geleitet wird das Projekt vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).

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Pinguin-Kot ist Grundlage für Artenvielfalt

Eselspinguine, Trinity Island, Antarktische Halbinsel, ©Vreni

Was Pinguine und Robben hinterlassen, fördert die biologische Vielfalt in der Antarktis. Wie niederländische und britische Forscher im Fachmagazin Current Biology berichten, finden sich in der Nähe von Pinguin- und Seeelefanten-Kolonien sogenannte Biodiversitäts-Hotspots – Gebiete mit besonders großer Artenvielfalt. Diese Hotspots sind bis zu 240-mal größer als die Tierkolonien selbst. Ein Kennzeichen der Hotspots ist, dass dort besonders viele Moos- und Flechtenarten zu finden sind. Zugleich kommen dort zwei- bis achtmal mehr Arten an wirbellosen Tieren vor wie in den benachbarten Arealen. Die Hotspots umfassen Bereiche, die mehr als 1000 Meter von den Grenzen der Kolonien entfernt sind.

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Grösste Solarfarm in der Antarktis erhellt australische Station

Die australische Station Casey liegt im Wilkes Land in der Ostantarktis. Im Sommer leben hier etwa

Die Energie, mit der antarktische Stationen bisher betrieben worden sind, stammte praktisch ausschliesslich aus Diesel-betriebenen Generatoren. Gerade in der Antarktis scheint die paradox, wird doch gerade hier sehr stark darauf geachtet, den menschlichen Einfluss so gering wie möglich zu halten. Doch eine Abkehr von fossilen Energieträgern hin zu erneuerbaren Energiemöglichkeiten ist gross im Kommen. Die australische Station Casey in der Ostantarktis hat an ihrem «Green Store» 105 Solarpaneele eingebaut, zur Stromproduktion. Dies ist ein erster Schritt der Australier, ihre Stationen von den fossilen Brennstoffen loszulösen.

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Schwarzer Kaiserpinguin bei Filmaufnahmen entdeckt

Die grösste Pinguinart, Kaiserpinguine, brüten auf dem Festeis rund um den antarktischen

Kaiserpinguine gelten als die Ikonen der Antarktis. Keine andere Pinguinart bewegt so stark wie diese grösste Pinguinart, nicht zuletzt dank der speziellen Färbung. Der schwarze Rücken und der weisse Bauch sind herausragend und dienen gerade unter Wasser der Tarnung, der farbige Bereich wahrscheinlich der individuellen Erkennung. Diese schwarz-weiss Färbung ist charakteristisch für Pinguine. Da erscheint eine Abweichung besonders eigentümlich, vor allem eine komplett schwarze Färbung. Genau diese hat ein Filmteam der BBC bei der Erstellung einer Folge für die Hit-Serie «Dynasties» entdeckt.

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Fossile Spucke von antarktischem Schneesturmvogel erzählt dessen Geschichte

Die schneeweissen Vögel mit ihrem markanten schwarzen Schnabel sind echte Antarktisbewohner. Sie

Schneesturmvögel gehören zu Antarktika wie Gletscher und Pinguine. Die wunderschön weiss gefärbten Vögel sind die einzige Art, die auf Nunataks noch weit im Inland des antarktischen Kontinents brüten. Eine Besonderheit dieses Vogels ist sein Sekret, das er zum einen Nahrungsersatz für die Jungvögel verwendet, zum anderen als Verteidigung gegen Angreifer. Forscher aus Deutschland und Australien nutzen abgelagerte Sekrete, die mit der Zeit aushärten und beinahe fossilisieren, um mehr über diesen sehr speziellen Vogel zu erfahren und über die Vergletscherung Antarktikas.

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Junge Kaiserpinguine meistern Tücken der Antarktis besser als angenommen

Kaiserpinguine schlüpfen im Juli, mitten im Winter. Nach rund 4.5 Monaten müssen sie selber zur

Die Küken von Kaiserpinguinen haben keinen einfachen Start ins Leben. Geboren mitten im antarktischen Winter, werden die kleinen schon 5 Monate nach dem Schlüpfen gezwungen, ein eigenständiges Leben zu führen, ohne jedoch das Südpolarmeer vorher erlebt zu haben. Eine Studie von Forschern hat gezeigt, dass die Jungen härter sind als angenommen. Sie wandern weit in den offenen Ozean hinaus, um sich ein Polster anzueignen, bevor sie an die Packeisgrenze wandern, um alles über Packeis zu lernen.

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Antarktischer Eispanzer schmilzt schneller als bisher berechnet

Der antarktische Eisschild besteht tatsächlich aus zwei Teilen, einem westlichen und einem

Bisher betrachtete man den westantarktischen Eisschild als denjenigen Teil Antarktikas, der schneller und massiver vom Klimawandel beeinflusst wird, als die Ostantarktis. Doch einer brandneue Studie von internationalen Forschern rund um den bekannten Wissenschaftler Eric Rignot zufolge hat der Eispanzer Antarktikas in den vergangenen vierzig Jahren seinen Eismassenverlust versechsfacht. Ausserdem habe diese Schmelze den Meeresspiegel tatsächlich um 1.4 cm ansteigen lassen, schreiben die Forscher in ihrer Studie weiter.

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Neues Anlegeplatz für britische Antarktisstation Rothera gestartet

Die britische Station Rothera ist seit 1975 in Betrieb und beherbergt im Sommer rund 100 Leute, im

Die britische Antarktisstation Rothera ist die grösste der britischen Stationen und liegt auf der Adelaide-Insel am südlichen Ende der antarktischen Halbinsel. In Anbetracht der verstärkten Interessen an der Antarktis und dem Bau des neuen Flaggschiffes der British Antarctic Survey, der RSS Sir David Attenborough wurde beschlossen, auch die Hauptstation auszubauen. Vor allem der Anlegeplatz sollte für das im Bau befindliche Schiff gross genug sein. Nun ist ein Frachter mit über 4‘500 Tonnen Material für die erste Phase an der Station angekommen.

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